Tamara Seer

Sprinterin


Mein Ergänzungstraining

Neben den alltäglichen Trainingsmethoden wie zum Beispiel Tempoläufe, die jedem bekannt sind, möchte ich hier das Training auf labilen Untergründen (1) und Zeptortraining (2) vorstellen. Kennengelernt habe ich die zwei Arten von Training im September 2009, als ich zum ersten Mal bei meinem jetzigen Trainer Michi Pössinger trainierte. Aus eigener Erfahrung schlagen die neuen Trainingsmethoden super an.

 

1. Training auf labilen Untergründen

Krafttraining an statischen Geräten ist überholt, denn es fördert im Gegensatz zu propriozeptivem Training, also Training auf labilen Untergründen, deutlich weniger die Schnellkraft und die intermuskuläre Koordination.

Vor allem die kleinen Muskeln werden durch propriozeptives Training erreicht, da eine Ganzkörperspannung Voraussetzung ist.

Bei geführten Kraftübungen an Geräten werden immer wieder Bewegungen regelrecht ″eingeschliffen“, die beim normalen Sporttreiben in dieser Art nicht vorkommen. Jede Bewegung, jeder Schritt ist individuell und nicht wiederholbar. Warum sollte man dann beim Krafttraining ein Körperteil ohne kleinste Abweichung abermals in dieselbe Richtung drücken oder ziehen?

Training auf labilem Untergrund ist nicht nur, wie es vielleicht den ersten Anschein erweckt, Kraft- und Stabilisationstraining.

Es fördert außerdem:

• Gleichgewicht

• Geschicklichkeit

• Beweglichkeit

• Ausdauer

• Reaktionsvermögen

• Sensomotorik

• Körperbeherrschung

• schult Zusammenspiel von Nerven und Muskeln


Mit Hilfe von Pezzibällen, Luftkissen, Kippbrettern, Therapie-Kreiseln, Trampolin, Slackline usw. gibt es eine Unmenge verschiedener Übungen, welche bei der Ausführung auch mal Überwindung kosten. Damit die lernrelevante Reizschwelle erreicht wird und Adaptionsprozesse einsetzen, werden die Bewegungsaufgaben angepasst. Sie müssen also ausreichend schwierig und herausfordernd sein. Je mehr Adrenalin im Training ausgeschüttet wird, desto besser können Sportler beim Wettkampf damit umgehen.

Eine gute Ausbildung der Muskulatur macht den Körper stabil und immun gegen Verletzungen, was für uns Sportler Grundvoraussetzung für gute Leistung ist! Durch dosierte Reize des Stabilisationssystems werden zusätzlich auch Sehnen, Bänder und Gelenke trainiert.

Kurz und knapp zusammengefasst ist Training auf labilen Untergründen, ein Training das Spaß macht und wirklich was bringt!!

 

           

 

 

2. Zeptor

Der Zeptor, auch Stochastische Resonanz- Therapie, SRT genannt, ist aus meinem Training nicht mehr wegzudenken.

Entwickelt wurde der Zeptor für Hochleistungssportler (speziell für Ski-Abfahrtsläufer), da sie durch das Training der Reflexstreuung eine bessere Beherrschung der Bodenreaktionskräfte erreichen.

Training auf zwei voneinander unabhängigen, in nicht rhythmischer Folge vibrierenden Platten bringt viele positive Aspekte mit sich. Je nach Trainingszustand und -phase können Reizintensität und Reizdauer verändert werden. In der Vorbereitungsphase machen wir jeweils bis zu 200sec, in der Wettkampfphase zwischen 50 und 120sec unsere Übungen. Von Sprüngen mit und ohne Zugwiderstand über Halteübungen bis hin zu Kniebeugen z.B. mit Hanteln oder Medizinbällen, ermöglicht der Zeptor ein vielfältiges Training.
Dadurch werden nicht nur alle Muskeln angesprochen, sondern es entwickelt sich auch Schnellkraft und Kraftausdauer. Höhere Kraftleistungen erreicht man dank des Zeptors durch effizienteres muskuläres Zusammenspiel.

Zusätzlich bewirkt diese intensive Muskel- und Balancearbeit in sehr kurzer Zeit im Gehirn eine Ausschüttung verschiedenster Stoffe, unter anderem Dopamin.

Es werden Rezeptoren unseres Nervensystems aktiviert und sensibilisiert und die Streuung muskulärer Prozesse optimiert.


Einsetzbar als Warm Up fördert es die neuromuskuläre Aktivierung. Bessere Blutversorgung führt zu einer höheren Leistungsfähigkeit und bringt somit einen größeren Gewinn an Trainingseffekten mit sich. Die Verletzungsanfälligkeit wird verringert und die Bewegungsführung erleichtert.

Auch die Regeneration kann durch das Zeptor- Training beschleunigt werden.

 

Weitere Effekte der Stochastischen Resonanz- Therapie sind:

• breiteres muskuläres Aktionsmuster

• bessere statische und dynamische Gleichgewichtsregulation

• optimalere Ausnutzung der technischen Fertigkeiten bei größerer Bewegungspräzision

           

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